Mit dem eigenen U-Boot zu den Haien

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Ortega U-Boot

Bei einem U-Boot denke ich an Platzangst. Den muss man in einem Ortega nicht fürchten. Die so genannten Submersible haben offene Sitze für ein, zwei oder drei Tauchfahrer. Die Boote sehen aus wie schwimmende Bobs aus dem Eiskanal oder wie ein High-Tech Kanu.

Angetrieben werden die U-Boote über zwei Elektromotoren. Die Energie kommt aus einem wiederaufladbaren Batterie-Paket. Die 32 Kilogramm schwere Röhre besteht, wie bei einem Tesla-Elektroauto, aus 378 Lithium-Ionen-Zellen, die gebündelt ein Speichervolumen von 4,6 Kilowattstunden bieten. Es werden mehrere Energie-Röhren im Boot platziert.

Abtauchen à la James Bond

Der zweisitzige MK 1B schafft mit einer Ladung (mehrere Batterie-Pakete an Bord) 60 nautische Meilen (ca. 111 km) bei Spitzengeschwindigkeiten von 9 Knoten (17 km/h) über Wasser und 11 Knoten (20 km/h) unter Wasser. Das U-Boot ist sechs Meter lang und 1,15 Meter hoch. Neben den Tauchern sind noch 250 Liter Stauraum. Den übrigen Platz neben der Tauchtank (zum Abtauchen und Trimmen) sowie die Sauerstofftanks für die Fahrer ein. Gesteuert wird über ein Lenkrad sowie ein Head-up-Display. Sonor- und Lidar-Sensoren ermöglichen Unterwasserfahrten bei schlechter Sicht.

Geführte U-Boot Tour im Tauchparadis

Preise gibt der Hersteller auf seiner Webseite nicht an. Die Produkte dürften auch weniger für private Nutzer gedacht sein, als für professionelle Anwender. Der niederländische Hersteller testet seine Prototypen mit der Marine. Theoretisch lassen sich die Submersibles von einem Hubschrauber über dem Meer abwerfen, um dann unerkannt unter Wasser sich einem Ziel zu nähern.

Da die Submersibles ohne Druckkammern tauchen, sind sie in Handhabung und Wartung deutlich einfacher im Vergleich zu klassischen Unterwasserfahrzeugen. Somit ermöglichen sie unerfahrenen Wassersportfans einen geführten Zugang zu attraktiven Tauch-Spots in sämtlichen Weltmeeren.

Gefertigt werden die Elektroboote in einem Flugzeughangar auf dem Flugplatz Twente nahe der niederländischen Stadt Enschede.

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Der Captain bereist alle Technik-Galaxien, um spannende und interessante, nützliche und lustige Produkte auszuprobieren. Seine Steckenpferde: Smart Home & Elektromobilität. Der Captain liebt alles, was sein Leben im Raumschiff CG-101 unterwegs als auch daheim bequemer macht.

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