Teslas Masterplan: Lastwagen, Busse und Leihautos fahren elektrisch und autonom

Tesla Leihautos Masterplan

Tesla-Boss Elon Musk hat seinen Masterplan Teil 2 veröffentlicht. Zusammengefasst: Tesla will auch Pickup-Trucks, Lkw-Zugmaschinen und Kleinbusse bauen. Alle werden elektrisch angetrieben und können autonom fahren.

In nicht allzu ferner Zukunft soll sich (fast) jeder einen Tesla leisten können. Da ein Auto nur fünf bis zehn Prozent des Tages von seinem Besitzer genutzt wird, soll dieser Geld mit dem Verleihen des Elektroautos verdienen. Die autonome Fahrfunktion ermöglicht für den Ausleiher eine Bestellung via App zu einem Standort. Der Besitzer ist währenddessen im Büro, zuhause oder im Urlaub. Mit den Einnahmen für das Verleihen lassen sich, so Musk, die Kauf- bzw. Leasingkosten senken bzw. sogar komplett decken.

Übernahme muss gelingen

Musk Masterplan ist auch an Appell an die Gegner der Solar City-Übernahme. Hier sitzt Elon Musk im Aufsichtsrat, hält 22 Prozent der Aktien und seine beiden Cousins leiten das Unternehmen. Tesla möchte für 2,8 Milliarden Dollar den hoch verschuldeten Anbieter von Aufdach-Solaranlagen übernehmen. Dass beide Unternehmen getrennt gestartet sind, nennt Musk einen „Unfall der Geschichte“.

Seine übergeordnete Vision heißt Nachhaltigkeit. Der 45-jährige ist ein „Grüner“ im Herzen. Er möchte nachhaltige Energiegewinnung, Speicherung und Verbrauch für Transport aus einer Hand anbieten können. Die Übernahme von Solar City ist dazu eine zwingende Voraussetzung. Das sei kein „Hippie-Zeugs“, sondern zwingend notwendig, da unsere Zivilisation kollabiere sobald die fossilen Rohstoffe zur Neige gehen.

Tesla Model X Fremont Factory Masterplan

„Motors“ entfällt

Tesla hat für die Produkterweiterung bereits das Wort „Motors“ aus der Firmierung gestrichen. Wer die Webseite Teslamotors.com aufruft, wird zu Tesla.com umgeleitet. Solar City soll die Solarzellen liefern und montieren. Tesla Energy liefert die Powerwall für Privathäuser und Powerpacks für Gewerbetreibende zur Speicherung der Sonnenenergie. An diesen Batterien kann man auch sein Elektroauto aufladen.

Der Vergleich zu Apple wurde zwar schon oft strapaziert, doch auch hier wurde ein Wort aus der Firmierung gestrichen. „Computers“ entfiel, um sich als Lifestyle-Konzern zu positionieren. Kürzlich wechselte Chester Chipperfield von Apple als Global Creative Director zu Tesla. Der Brite kam mit Angela Ahrendts vom Modelabel Burberry zu Apple. Dort war er Vice President Digital und Interactive Design. Da Tesla nur Direktverkäufe über die Webseite abschließt, wird sich Chipperfield hier austoben.

Masterplan Part Deux

Elon Musks erster Masterplan erschien vor ziemlich genau zehn Jahren. „Part Deux“ nutzt er auch für einen Rückblick sowie Seitenhieb in Richtung Kritiker: „Stand heute, beträgt die Zahl amerikanischer Autofirmen, die nicht pleite gegangen sind zwei: Ford und Tesla. Einen Autohersteller zu gründen ist idiotisch, einen Elektroautohersteller zu gründen ist idiotisch hoch zwei.“ Chrysler und General Motors waren in Folge der Finanzkrise von 2008 in Schwierigkeiten geraten. Nach dieser Krise gaben General Motors und Toyota ihre gemeinsame Nummi-Fertigung im kalifornischen Freemont auf. Musk erwarb die Fabrik und stellt dort seit 2010 das Model S her. Die Fabrik betrachtet der gebürtige Südafrikaner in seinem Masterplan ebenfalls als Produkt. Dabei spricht er zum wiederholten Mal von der „Maschine, die die Maschine baut“. Damit dürfte eine Fertigung gemeint sein, in der lernende Roboter autonom agieren und Autos zusammensetzen. In Software-Versionen gesprochen, sei die anlaufende Model 3 Fertigung Version 0.5. Mit Version 1.0 sei wahrscheinlich 2018 zu rechnen.

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