Die Technik-Welt schaut nach Berlin zur ifa

ifa Berlin 2016 Philips

Sony meldet sich auf der ifa 2016 in Berlin eindrucksvoll zurück. Viele haben den Japanern im Bereich Consumer Electronics nicht mehr viel zugetraut. Natürlich zeigen sie ihre PlayStation 4 VR-Brille als auch Smartphones der XZ-Serie mit einer fünf Achsen Bildstabilisierung. Doch vor allem die Prototypen im Life Space UX machen Lust auf mehr.

Fotos per Wischbewegung vom Tisch zum Wand-Beamer werfen.

Angefangen bei einem In-Ear-Kopfhörern, der nicht nur Sprache verstehen. Der Kopfhörer liest seinem Träger Nachrichten vom Smartphone vor und ein Nicken mit dem Kopf genügt und der Absender erhält ein JA als Antwort.

Spannend ist der gläserne, röhrenartige Lautsprecher samt Licht sowie die kleinen Projektoren. Die handlichen Beamer auf Android-Basis machen einen Tisch zur Spielfläche. Bilder lassen sich per Wischbewegung auf einen benachbarten, größeren Projektor „werfen“. Der Xperia Agent bietet, ähnlich wie Amazons Alexa, eine sprachbasierte Haussteuerung sowie eine Gesichtserkennung. Man kann sich mit Freunden und Familie auf einen Kaffee-Chat vor der Kamera verabreden, denn der Agent macht nicht nur Videokonferenzen, sondern steuert auch eine Nestlé-Kaffeemaschine.

Das ist ein Sony Lautsprecher

Auch Panasonic wirft einen Blick in die Zukunft. Im Bereich Smart Living sieht man neben der vernetzten Küche eine transparente Glasscheibe in einer Wohnzimmer-Schrankwand. Diese Scheibe wird auf Knopfdruck zum Fernseher. Der zeigt nicht nur Nachrichten der Waschmaschine an, sondern spielt auch Videos in brillanter Qualität ab. Der transparente OLED-Bildschirm wird voraussichtlich 2019 in Japan auf den Markt kommen.

Philips setzt auf Licht

Philips baut sein Beleuchtungssystem Hue weiter aus. Die farbigen Leuchten, die sich per Smartphone steuern lassen, gibt es nun für weitere Fassungen. Neu hinzu kommt ein Bewegungsmelder. Wer nachts auf Toilette muss, will andere in der Wohnung nicht stören und selber auch nicht durch volle Beleuchtung wach werden. Also gibt Hue nachts nur ein schwaches Licht ab, so dass man den Weg ins Badezimmer findet. Am morgen dagegen gibt´s die volle Leistung, sobald der Bewegungsmelder etwas registriert.

In der kommenden Staffel von „The Voice of Germany“ kann man Hue-Leuchten und Ambilight-Fernseher von Philips mit der Casting-Show „koppeln“. Somit hat man im Wohnzimmer die gleich Lichtstimmung wie im Fernsehstudio.

Die Waschmaschinenklappe

Samsung zeigt wenig Neues. Im Mittelpunkt stehen die Haushaltsgeräte. Mit AddWash bekommen Waschmaschinen eine Klappe, in die man noch nachträglich Socken und andere Kleidungsstück einwerfen kann, die auf dem Weg zur Maschine auf den Boden gefallen sind. Dabei kann die Waschmaschine bereits laufen, Pause drücken, Klapp auf, Socke rein. Praktisch, aber keine technische Innovation. Mit dem Family Hub soll der Bildschirm auf dem Kühlschrank zur Mitteilungszentrale werden. Nachrichten von Mami und Papi, aber auch Kochrezepte von Profiköchen, aus dem Samsung Club des Chefs, sind auf der Messe zu sehen.

Wir wären nicht auf der ifa, wenn es nicht auch jede Menge Fernseher zu sehen gäbe. Mit 8K Auflösung zeigen einige Hersteller bereits den übernächsten Standard, dabei ist die Auswahl an 4K-Inhalten noch übersichtlich. Schlagwort der TV-Hersteller sind Ultra HD (für 4K) und HDR (High Dynamic Range), wie man es von Smartphone-Fotos kennt. Aus mehreren Aufnahmen wird ein perfektes Bild errechnet. Samsung nennt seine neueste Technik Quantum Dot. Also kleinere, hellere und farbigere Bildpunkte erzeugen bei geringerem Energieverbrauch ein besseres TV-Bild. Samsung ist so von dem nicht-organischen Ausgangsmaterial seiner Bildschirme überzeugt, dass sie auf die Geräte zehn Jahre Garantie geben.

Wofür ist das? Just for fun

Kommunikation und Küche, Smart Home und Spielzeug. Die ifa bietet mit 1.823 Ausstellern auf 158.000 Quadratmetern eine unglaubliche Bandbreite an Consumer Electronics. Dabei sind die Veranstaltungen nicht auf das Messegelände am Funkturm beschränkt. Sphero lud ins Telefonica Basecamp in Berlin Mitte. Die Amerikaner aus Denver, Colorado bauen Rollroboter. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, schaue sich meinen Produkttest von BB-8, den kleinen Helden aus Star Wars, an. Paul Berberian, CEO von Sphero erläutert launig, dass man auch weiterhin nur Geräte zum Spielspaß herstellen werde. Es werde nicht mehr lange dauern, dann können wir einen weiteren Filmhelden mit unserem Smartphone steuern. Welcher das sein wird, wollte Berberian allerdings nicht verraten.

Markus Goebel von Telefonica sieht den Trend zu vernetztem Spielzeug mit Freude. Der Markt für Smartphones verliert an Schwung, doch vernetzte Geräte und Maschinen mit SIM-Karte sind ein gutes Geschäft für den Netzwerkprovider, den man hierzulande mit der Marke O2 kennt. Darum gibt es im Telefonica-Flagship-Store auch neben Smartphones Drohnen und vernetzte Geräte für das Smart Home zu kaufen.

Sphero im Telefonica BAsecamp

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