Amazons Lauschangriff mit dem Zylinder Echo

Lautsprecher Amazon Echo

Schaut man sich das Amazon-Video zum neuen Lautsprecher Echo an ist man fasziniert und gleichzeitig schaudert es einen. Fangen wir mit der technischen Begeisterung an: Der schwarze Zylinder ist ein Lautsprecher mit sieben Mikrofonen und Richtstrahltechnologie, die ganz genau zuhören. Sobald ein Nutzer das Aufwachwort „Alexa“ sagt, ist Echo bereit für eine Frage oder einen Befehl.

Echo hört alles

Das können Nachrichten, der Wetterbericht oder Fakten sein (Wie viele Stufen hat der Eiffelturm in Paris?). Echo schaut dann im Internet, bei Wetterdiensten oder Wikipedia nach. Man kann das 23,5 cm hohe Gerät aber auch als Musikwecker nutzen. Aber auch als klassischer Lautsprecher via Amazon Music, Tunein oder Spotify kann die 180 Euro teure Röhre (nur auf Einladung von amazon käuflich und mit Prime-Konto) eingesetzt werden. Per Sprachbefehl kann der Nutzer auch Aufgaben auf eine To-Do-Liste setzen oder eine Einkaufsliste füllen, deren Einträge dann in der Echo-App erscheinen.

Alles landet auf einem Amazon Server

Kommen wir zum gruseligen Teil. Erst einmal muss man Amazon vertrauen, dass nur nach dem Aufwachwort zugehört wird und der Anbieter nicht einfach alles „mitschneidet“. Ansonsten wäre der Zylinder die perfekte Wanze. Sämtliche gesprochenen Anfragen landen zur Umsetzung in Daten auf den Servern von Amazon. Somit erfährt der Anbieter, was hunderttausende Kunden so interessiert bzw. wissen wollen. Richtig unheimlich wird es, wann man weiß, dass Amazon in diesem Sommer einen 600 Millionen Dollar schweren Auftrag für eine Cloud-Lösung der US-Geheimdienste erhalten hat. Dabei nutzen neben der NSA noch 16 weitere US-Staatsdienste das Angebot von Amazon Web Services. Und schon wieder braucht man viel Vertrauen, dass zwischen die verschiedenen Servern im Amazon-Rechenzentrum eine Barriere besteht. Dass die Geheimdienste keinerlei Zugang zu den „Echo“-Daten bekommen, fällt nach den NSA-Enthüllungen um Edward Snowden schwer.

Aber noch müssen wir Technikliebhaber uns hierzulande keinen Kopf machen. Echo wird von Amazon zunächst nur in den USA angeboten.

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