In 80 Tagen im Elektroauto um die Welt

in 80 Tagen im Elektroauto um die Welt

Elf Fahrer-Teams sind gestern am Triumphbogen in Barcelona zu einer Weltumrundung im Elektroauto aufgebrochen. Innerhalb von 80 Tagen, frei nach Jules Vernes Roman, wollen sie beweisen, dass Elektromobilität auch auf langen Strecken möglich ist.

Start 80diaselectricos Barcelona

Zwei deutsche Teams am Start

Aus Deutschland sind zwei Teams mit dabei. Andreas Rieger und Rüdiger Hehl in einem Tesal Model S 85D. In der roten Diva (Tesla Model S P85) gingen die Brüder Fabian Becker und Gordon Becker an den Start. Man könnte die „80 Dias Electricos“ auch die Tesla Rallye nennen. Von elf Fahrzeugen sind acht Model S und ein Tesla Roadster. Das Team Ungarn fährt einen umgebauten Modulo Bus und das Team China setzt auf ein Denza-Elektrauto.

Team Germany I
Rüdiger Hehl und Andreas Rieger

Das Fahrerfeld ist von Barcelona aus in Richtung Westen aufgebrochen. Auf ihrer 25.000 Kilometer langen Route durchqueren sie 20 Länder auf drei Kontinenten. Die Strecke kann man hier auf einer Landkarte verfolgen. Mit den Elektroautos geht es zunächst an den westlichen Rand von Europa. Ab Lissabon geht es mit Luftfrachtmaschinen nach Halifax in Kanada. Von dort geht es über New York einmal quer durch die USA bis zur Tesla Fabrik in Fremont. Von Los Angeles geht es mit dem Flugzeug nach Guanzhou in China. Von dort führt die Route nach Norden durch Kasachstan und Russland.

Team Germany III Becker
Brian und Gordon Becker

Für den Weg nach Westeuropa stehen drei Routen zur Auswahl, die spontan gewählt werden. Danach schlagen die Fahrer einen großen Bogen durch möglichst viele Länder. Durch Rumänien geht es über Ungarn und die Tschechische Republik weiter nach Deutschland, in die Schweiz, nach Italien und durch Frankreich zurück nach Spanien. Am Ausgangspunkt in Barcelona ist das Ziel erreicht.

Per Periscope im Elektroauto mit dabei sein

Man kann den Fahrern im Elektroauto bei Twitter unter dem Hashtag #80edays folgen als auch einigen von ihnen per Periscope-App via Kamera über die Fahrerschulter schauen. Geht alles nach Plan, sollte das Fahrerfeld am 5. August 2016 den Triumphbogen in Barcelona erreichen.
Landkarte mit Fahrerfeld 80dias electricos

1 KOMMENTAR

  1. Das erinnert mich an den Siemens Proton, der -mit normalen Bleiakkus- damals vor über hundert Jahren zu einer Welt-Rallye aufbrach (damals war noch nicht sicher, ob das ölgetriebene KFZ das Rennen machen würde). Es war eine beeindruckendes Beispiel, wie damals auf fast allen Technologie-Gebieten, deutscher Technologieführerschaft. Heute dagegen kommen viele Elektromobilitäts-Innovationen und auch die Literatur (http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=417234) aus dem Ausland, USA, China, Korea etc. Noch liegt es auch, wie damals auch, an den Ladestationen und der Ladegeschwindigkeit – Benzin oder Diesel fliesst ganz von alleine in Minuten in einen Tank, der dann, bei geringem Gewicht, eine deutlich höhere Energiedichte als Akkumulatoren hat. Das ‚Rennen‘ wird noch spannend.

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